surf to….

http://infoportal.blogsport.de

Pleite für NPD in Düren


Pleite für die Neonazis in Düren: Nur etwa 120 Neofaschisten beteiligten sich heute an einer Demonstration des Dürener NPD – dem standen bis zu 1400 (Polizeischätzung) antifaschistische Demonstranten entgegen, zudem beteiligten sich mehrere hundert Menschen an Protestaktionen des „Dürener Bündnisses gegen Rechts“. Blockaden verzögerten den braunen Umzug. Eine von der NPD geplante Kundgebung am Chlodwigplatz fiel komplett ins Wasser, weil dieser von AntifaschistInnen besetzt worden war.

Wir danken allen, die sich an den verschiedenen Protesten beteiligt haben und denjenigen, die die Route der Neonazis erfolgreich blockiert haben. Insbesondere gilt unser Dank den GenossInnen und FreundInnen, die aktiv an der Vorbereitung und Durchführung der Antifa-Demonstration mitgewirkt haben.

Diese Seite wird bis auf weiteres nicht mehr aktualisiert. Weitere Informationen über den Aufmarsch, die Gegenproteste, die Neonazi-Szene in der Region Düren gibt es auf http://www.antifa-dueren.org

Infotelefon & EA

Ab Freitag, 19 Uhr, ist das Antifa-Infotelefon unter der Telefonnummer 0178 – 97 09 370 zu erreichen.

Am Samstag wird ein Ermittlungsausschuss (EA) eingerichtet.
Dieser steht mit RechtanwältInnen in Kontakt und organisiert Unterstützung im Falle von Festnahmen, Gewahrsamnahmen und Polizeiübergriffen.
Der EA ist unter der Telefonnummer 01766 – 54 11 488 zu erreichen.

Wir verweisen an dieser Stelle auf die Broschüre „Was tun wenn’s brennt“ der Roten Hilfe, die viele Tipps zum Verhalten auf Demonstrationen und zum Umgang mit der Polizei enthält.

Die Broschüre lässit sich als PDF-Datei (ca. 400 kb) runterladen: Download

Route der Neonazis

Recherchen örtlicher Antifaschisten haben die Route aufgedeckt, die die Neonazis am Samstag in Düren mit großer Wahrscheinlichkeit nehmen werden. Eine Karte ist ist online abrufbar [LINK].

Als sicher kann derzeit gelten, dass sowohl die Auftakt- als auch Abschlusskundgebung der NPD am Südausgang des Dürener Bahnhofes (Lagerstraße) stattfinden wird. Zudem wird es eine Zwischenkundgebung der Neonazis auf dem Chlodwigplatz geben.

Route der Antifa-Demo, Nazi-Treffpunkte

Am Samstag werden in der Düren verschiedene Protestaktionen gegen den NPD-Aufmarsch stattfinden. Antifaschistische Gruppen rufen zu einer Demonstration auf, Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Außerdem werden an sechs Plätzen in der Dürener Innenstadt zwischen 10.30 und 14 Uhr Kundgebungen des Dürener Bündnisses gegen Rechts stattfinden.

Eine Karte mit den relevanten Informationen gibts [hier]

Die Karte zum runterladen und ausdrucken (JPG, ca. 300 kb) gibt es [hier] .

(Rechtsklick und „Speichern unter…“ wählen)

In Düren wird es am 22. 09. eng für die NPD…

Unter dem Motto „22.September – Kein Platz für Neo-Nazis in Düren“ haben demokratische Initiativen und Parteien angekündigt, in Düren „wichtige Plätze“ zu besetzen. Hintergrund dafür ist ein Aufmarsch der NPD mit Unterstützung von Neonazis der so genannten „freien Kräfte“ und „Autonomen Nationalisten“. Zu den „Besetzern“ zählen Gruppen und Einzelmitgliedern des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt (BgR). Demnach werden Kundgebungen abgehalten am Kaiserplatz nahe dem Rathaus (Schulen), am Annaplatz (Kirche, Pax Christi und Amnesty International), am Wirteltorplatz (Bündnisgrünen und Grüne Jugend), am Hauptausgang des Bahnhofes (Antifa), in der Kuhgasse (CDU) und in der Kölnstrasse (Gewerkschaften und SPD). Die Antifa wird nach ihrer Auftaktkundgebung einen Demonstrationszug abhalten, ruft aber zugleich dazu auf, sich den Neonazis nach Möglichkeit direkt in den Weg zu stellen.

weiterlesen…

„Das braune Netz in der Region Düren/Aachen“

Veranstaltungstipp:
„Das braune Netz in der Region Düren/Aachen“ lautet das Thema einer Veranstaltung mit dem freien Journalisten Michael Klarmann, zudem das Dürener Bündnis gegen Rechts und die Evangelische Kirchengemeinde Inden-Langerwehe am 19. September nach Langerwehe einladen.

„Rechtes Gedankengut auch in meiner Nähe?“
In den Medien kann man beinahe täglich Berichte über Aktivitäten der NPD und ihrer Anhänger ganz in unserer Nähe verfolgen. Mit der Gründung des Bündnisses gegen Rechts in Düren treten wir dieser beunruhigenden Entwicklung in unserer Gesellschaft verstärkt entgegen. Wichtigste Voraussetzung für jegliches Engagement ist aber die Sammlung von Informationen. Der Vortrag wird Sie über rechtsradikale Aktivitäten in unserer Region informieren. Der Eintritt an diesem Abend ist frei. Spenden sind zur Unterstützung der Aktivitäten sehr erbeten.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit:
Michael Klarmann
(freier Journalist, Aachen)

Der Journalist Michael Klarmann (Aachener Nachrichten, taz-nrw, Blick nach Rechts u.a.) hat zur lokalen Szene in Stadt und Kreis Aachen sowie den Kreisen Düren und Heinsberg über fünf Jahre lang intensiv recherchiert und gibt mit seinem Vortrag einen Einblick in die Strukturen von NPD und KAL sowie der rechten Jugendkultur.


Mittwoch, 19. September 2007, 19.00 Uhr
Evangelisches Gemeindezentrum, Langerwehe

Gemäß §6 VersG werden folgende Personen oder Personenkreise von der Teilnahme an der Versammlung ausgeschlossen: Vertreter von NPD, DVU, Republikaner, Kameradschaft Aachener Land, sowie andere Neonazis, Rechtsextreme und Störer

Textquelle: Info der Veranstalter

Aufruf

Samstags bleibt das Sofa leer!
Für antifaschistischen Lifestyle & nazifreie Straßen!

Am 22. September 2007 will die NPD Düren in Kooperation mit mehreren regionalen neonazistischen „Kameradschaften“ durch Düren demonstrieren. Diese Aktion wäre der erste Aufmarsch von Nazis in Düren seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit ihren Motto: „Gegen Ausländerkriminalität und Inländerfeindlichkeit – Düren darf nicht multikriminell werden“ inszenieren sich die Neofaschisten als „Opfer“, um die Verantwortung für ihre rassistische Hetze zu verschleiern. Mit ihrem Aufmarsch unterstreichen sie ihren Anspruch auf die Beherrschung der Straßen in Düren und Umgebung.

Die Naziszene in der Region Düren ist seit etwa einem Jahr eine der aktivsten extrem rechten Zusammenhänge in NRW. Zahlreiche NPD-Infostände in verschiedenen Städten und Gemeinden fanden in der Region statt. Tatsächliche und vermeintliche politische GegnerInnen der Neonazis werden bedroht und bedrängt. Die Kneipe „Gütershop“ am Rande der Dürener Innenstadt hat sich zu einem festen Treffpunkt (nicht nur) der regionalen Neonazi-Szene entwickelt. In der Gaststätte finden so genannte „Stammtische“, „Liederabende“ und andere Veranstaltungen der NPD statt. Zu diesen versammelten sich teilweise über 100 Neonazis, die nicht nur aus der Region Aachen / Düren stammten, sondern teils aus ganz NRW und sogar dem benachbarten Ausland nach Düren anreisten.

Die organisierte extreme Rechte tritt zunehmend selbstsicher auf, was sich auch in vermehrten Übergriffen auf AntifaschistInnen und MigrantInnen niederschlägt.
Für die extreme Rechte hat der Aufmarsch gleich mehrfache Bedeutung: So stellt er für die NPD den im Rahmen der von ihr propagierten „Drei-Säulen-Strategie“ den symbolischen Kampf um die Straße dar und bietet zudem eine Möglichkeit, sich medial zu inszenieren. Neben diesem gehören noch der „Kampf um die Köpfe“ und der „Kampf um die Parlamente“ zum Drei-Säulen-Konzept der NPD. Erklärtes Ziel der Partei ist, bei der Kommunalwahl 2009 auch im Kreis Düren die kommunalen Parlamente einzuziehen. In der Region Aachen sitzen Neofaschisten bereits in den Stadträten von Stolberg, Alsdorf, Erkelenz und den Kreistagen von Aachen und Heinsberg. Der Aufmarsch in Düren erzeugt eine „braune Erlebniswelt“, die vor allem dazu dient, jüngere AnhängerInnen von NPD und „Kameradschaften“ enger an die Nazi-Szene zu binden.
Ein entschlossener Widerstand, der den Nazis den Tag so unbequem wie möglich macht, und deutlich zeigt, dass die Straßen dem brauen Mob nicht überlassen werden, wird die effektive Bekämpfung der extremen Rechten in der Region Düren voranbringen. Ein Ignorieren des Aufmarsches oder kilometerweit entfernte Gegenveranstaltungen werden der Wirkung des NPD-Aufmarsches allein nichts entgegensetzen. In diesem Sinne rufen wir dazu auf, das Sofa leer zu lassen und stattdessen auf nazifreien Straßen spazieren zu gehen.

Nach dem Aufmarsch ist vor dem Aufmarsch!
Einem antifaschistischen Engagement, das sich auf Gegenreaktionen bei öffentlichen Naziveranstaltungen begrenzt, wird zwar, wie Sisyphus, niemals die Arbeit ausgehen. Aber es auch nicht den Berg – bestehend aus Faschismus, Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und vielen anderen Herrschaftsstrukturen auf dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft überwinden können. Darum kann es nur gelten alle Formen der Herrschaft und der Unterdrückung zu bekämpfen und hier und jetzt konkret die Perspektive einer befreiten Gesellschaft einzutreten.

Lassen wir den brauen Zug am Samstag gegen die Wand fahren!
Neonazis zurückdrängen – antifaschistische Strukturen stärken!

22. September 2007 | 10 Uhr | Bahnhofsvorplatz Düren

Download [als PDF]

Plakate und Flyer sind gedruckt

Brutaler Nazi-Angriff auf Konzertbesucher

Mehr als 300 Jugendliche feierten am vergangenen Freitag bei der siebten Auflage von „Fight Fascism“ in Stolberg. Nach Ende des Konzerts überfielen vermummte und bewaffnete Neonazis Konzertbesucher, die vor dem Jugendheim darauf warteten, abgeholt zu werden. Es gab mindestens vier Verletzte, eine junge Frau wurde so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Wir dokumentieren an dieser Stelle eine Erklärung der Veranstalter zu dem Vorfall:


Erklärung


Anläßlich des Überfalls einer mindestens 10köpfigen Gruppe aus dem Umfeld des organisierten Neofaschismus erklären die Veranstalter:

Gegen 00:30 Uhr hat eine Gruppe von mindestens 10 maskierten und bewaffneten Tätern in „Fascho-Outfit“ Gäste unseres Jugendkonzertes vor dem Veranstaltungsort in Stolberg-Münsterbusch überfallen und einige Personen z.T. schwer verletzt. Die Veranstalter bedauern den Vorfall und bieten den niedergeschlagenen Jugendlichen ihre Hilfe an.

In dramatischer Weise ist das Motto des Konzertes bestätigt worden: „fight fascism“. Der Stolberger Ratsherr der NPD, Willibert Kunkel, hat wie in den Vorjahren eine ca. 200m entfernteGegenveranstaltung zu dem Jugendkonzert abgehalten, an dem sich geschätzte 50 Teilnehmer inaggressiver Stimmung beteiligten. Die Polizei stand ortsnah mit einer Einsatzhundertschaft bereit. Doch eine Viertel Stunde, nachdem sie den Veranstaltern ihren Einsatz für beendet erklärt hatte, geschah der Überfall. Noch am Ort des Geschehens anwesende Polizisten sahen sich überfordert und ergriffen keine direkten Maßnahmen zum Schutz der Jugendlichen.

Wir fordern von der Polizei und den politisch Verantwortlichen, die Umstände der groben Fehleinschätzung der neofaschistischen Gefahr zu ermitteln und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Achtzig Jugendliche haben auf dem Rockkonzert die Forderung unterschrieben, die NPD zu verbieten. Die dringende Forderung nach einem Verbot der NPD muss verbunden werden mit allen politischen und ordnungspolitischen Maßnahmen, das Erstarken des Neofaschismus zu bekämpfen und Veranstaltungen der Neonazis zu unterbinden. Gewaltdrohungen und brutale Überfalle von Neonazis haben sich in den letzten Monaten im tiefen Westen, in der Region von Aachen bis Düren gehäuft.Wir rufen zu entschlossenem Handeln aller demokratischen Kräfte auf. Insbesondere Jugendlichenbieten wir an, mit uns antifaschistische Initiativen zu entwickeln und mit uns zusammen das nächste Konzert fight fascism vorzubereiten – es ist nötiger denn je.

Gruppe Z (Stolberg)

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten – Kreisvereinigung Aachen

ausführlicher Artikel auf „Klarmanns Welt“

Aachener Nachrichten (Online-Ausgabe) vom 1. September 2007